Florian Finkbeiner

Niedersächsische Rechtsparteien in Corona-Zeiten

Populisten profitieren von Krisenzeiten. So zumindest lautet das weitverbreitete Narrativ – und so war es schließlich auch 2008/09 in der Euro- und Finanzkrise sowie 2015 in der sogenannten »Flüchtlingskrise«; von diesen Krisen konnten Parteien rechts der Mitte profitieren. Von daher lag die Vermutung nahe, dass Ähnliches nun auch in der Corona-Krise geschehen würde. Doch diese […]

Aus: Demokratie-Dialog, Ausgabe 9-2021

Christopher Schmitz

Deutungskulturen zwischen Bildern und Texten Perspektiven eines Forschungsprogramms am Beispiel der „Stoppt die Corona-Panik – Wir zeigen Gesicht!“-Kampagne der AfD

Im Verlauf des ersten Jahres der Corona-Pandemie wurde dieser Krise die Eigenschaft zugeschrieben, als eine Art Brennglas gesellschaftliche Dysfunktionalitäten schonungslos aufzudecken.[1] Auch wenn diese Metapher mittlerweile weitgehend ausgebrannt ist,[2] lohnt es sich, beim Phänomen zu verweilen, da Krisensituationen ein forschungspragmatisch besonders fruchtbares Gelegenheitsfenster für die politische Kulturforschung darstellen. Begreift man als Krise vor allem eine […]

Aus: Demokratie-Dialog, Ausgabe 8-2021

Joris Sprengeler

Widerstand2020 Eine Bewegungspartei als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie?

»Mir kam der Gedanke, ob es sinnvoll wäre, wenn wir ein wahrhaft demokratisch gewähltes Notstandsparlament erschaffen. Ein Parlament, bestehend aus einer Anzahl von mündigen Bürgern/Innen [sic!] der Bundesrepublik Deutschland, die in einer Notstandssituation anstelle der zu dieser Zeit im Parlament sitzenden Abgeordneten bestimmt.« Ralf Ludwig, Gründer von Widerstand2020 [¹]   Politik in Zeiten der Pandemie […]

Aus: Demokratie-Dialog, Ausgabe 7-2020

Florian Grahmann / Lino Klevesath

Viren als Soldaten Gottes? Radikalislamische Akteure während der Corona-Krise

Die Affinität zu Verschwörungstheorien, die grundsätzliche Ablehnung der Verfasstheit säkularer Staaten wie auch Pauschalkritik gegen staatliche Amtsträger gehören bei radikalislamischen Akteuren wie Ahmad Amih (alias »Abul Baraa«) oder Yasin Bala (alias »Yasin al-Hanafi«) und Furkan Karacar (alias »Furkan Abdullah«) vom Netzwerk »Im Auftrag des Islam«[1] zum üblichen Repertoire. Gerade deshalb ist es interessant, ob sich […]

Aus: Demokratie-Dialog, Ausgabe 7-2020